26. August 2009: LSV und CDU-Fraktion nehmen Dialog wieder auf

Schülervertreter und Abgeordnete treffen sich in Wetzlar - Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden


26.08.2009


LSV und CDU-Fraktion nehmen Dialog wieder auf


Schülervertreter und Abgeordnete treffen sich in Wetzlar – Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden

Die Landesschülervertretung (LSV) Hessen und die hessische CDU-Landtagsfraktion reden wieder miteinander. Landesschulsprecherin Fiona Merfert, ihr Stellvertreter Tim Huß und Vorstandsmitglied Giorgio Nasseh trafen sich am Dienstag, den 18. August 2009, mit den Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer und Günter Schork in Wetzlar, um den seit 3 Jahren brach liegenden Dialog wiederzubeleben.

„Das Gespräch hat auf einer Grundlage des Respekts stattgefunden und wurde kontrovers geführt“, sagte Merfert. „Wir konnten einerseits das Bild der Union von der LSV richtig stellen und nehmen andererseits positive Eindrücke der Hessen-CDU mit. Auch bei den inhaltlichen Themen hat es für beide Seiten interessante Gedankenanstöße gegeben.“ Schülervertreter und Abgeordnete bezeichneten das Gespräch als „anregend“.

Die LSV bekräftigte ihre Positionen zur UN-Behindertenrechtskonvention. „Ziel ist ein inklusives Schulsystem, das alle Kinder mitnimmt“, so Merfert. Bei der Frage, ob Schulleiter zur Meldung illegal in Deutschland lebender Kinder, die eine Schule besuchen wollen, verpflichtet bleiben sollen, stärkte die LSV der FDP, nicht der CDU, den Rücken. Merfert: „Das Menschenrecht Bildung steht über dem Asylgesetz.“

Die Zusammenarbeit zwischen CDU und LSV wird aber nicht auf eine Zusammenarbeit mit der Schüler Union übertragbar sein. Die konservative Schülerorganisation behält sich weiterhin vor, sachlich falsche und strafrechtlich relevante Inhalte über die LSV auf ihrer Homepage zu belassen. „Verleumdung ist kein Mittel der Demokratie“, sagte Merfert. „Hier zeigt sich der Reifeunterschied zwischen CDU und Schüler Union.“

Sowohl die Union, als auch die LSV möchten den Dialog fortsetzen. „Meinungsvielfalt ist der Lebenshalm der Demokratie“, so Merfert. „Wir sind uns einig, dass eine Fortsetzung der Gespräche im Interesse der Schülerschaft ist. Daran ändern die programmatischen Unterschiede nichts.“